Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend
Junge Menschen begegnen Jesus
Was ist der Jugendkreuzweg?
Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend ist eine der größten ökumenischen Jugendaktionen in Deutschland. Mittlerweile beteiligen sich aber auch evangelische und katholische Jugendliche aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Luxemburg am Ökumenischen Kreuzweg.
Jedes Jahr steht der Jugendkreuzweg unter einem besonderen Motto, das sich mit der Passion Christi und ihrer Bedeutung für das eigene Leben auseinandersetzt. Ein Redaktionsteam erarbeitet dazu passende Materialen, die auf vielfältige Weise zur Vorbereitung genutzt werden können. Traditionell treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene am Freitag vor Palmsonntag, um den Jugendkreuzweg mit sieben Stationen zu beten. Mancherorts wird er an anderen Tage während der Fastenzeit, direkt an Karfreitag oder auch während des ganzen Jahres begangen. Bei der Gestaltung der Andacht gibt es von ganz klassisch bis modern die unterschiedlichsten Möglichkeiten: mit Themenabenden, an denen jeweils eine Station herausgegriffen wird, einer liturgischen Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag, als Prozession mit der Kreuzweg-App und vieles mehr.
Träger und Organisatoren des Jugendkreuzweges sind die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in Deutschland e.V. (aej).
Wie entstand der Jugendkreuzweg?
Die Geschichte des Jugendkreuzweges begann 1958 auf dem Katholikentag in Berlin. Noch gab es keine Mauer, die Deutschland teilte, und junge Katholiken aus Ost und West konnten gemeinsam den Kreuzweg beten. Dieses Erlebnis war für die katholischen Jugendlichen so eindrücklich und bewegend, dass die Idee eines eigenen Jugendkreuzweges entstand. Der Kreuzweg der Jugend sollte die jungen Menschen in den beiden Teilen Deutschlands über die Grenze hinweg miteinander verbinden. 1972 schloss sich die evangelische Jugend der Bewegung an und der Jugendkreuzweg steht seitdem im Zeichen der Ökumene.
»dahinter. Tiefer sehen, weiter gehen« – Der Ökumenische Jugendkreuzweg 2026
In diesem Jahr widmet sich der Jugendkreuzweg der Frage, was wirklich hinter dem ersten Eindruck steckt und was wir erkennen würden, wenn kurz anhalten undwirklich hinsehen würden.
Unter dem Motto »dahinter. Tiefer sehen, weiter gehen« möchte der Ökumenische Jugendkreuzweg 2026 die Perspektive wechseln. Die Jugendlichen sollen lernen hinter die Oberfläche zu schauen, nich beim ersten Eindruck stehen bleiben, sondern genau hinschauen. Und dann? Dann kann es weitergehen. Doch das bedeutet nicht, das Gesehene einfach abzuhaken und wegzuschauen. Es heißt, innezuhalten, sich von den Menschen berühren und verändern zu lassen. Immer in der vGewissheit: Wir gehen nicht allein weiter, sondern mit Jesus, der uns begleitet und trägt.
Ergänzt wird der Ökumenische Kreuzweg der Jugend 2026 mit einer Vielzahl an Materialien zur Gestaltung. In diesem Jahr wurde sogar mit ein kurzer Film erstellt, um das zentralle Konzept des »Hineinzoomens« auch visuell zu veranschaulichen. Das ökumenische Redaktionsteam hat einen kompletten Vorschlag zur Gestaltung einer Kreuzwegandacht und zur musikalischen Begleitung erarbeitet. Ebenso bietet die Materialsammlung auch die Möglichkeit, den Jugendkreuzweg ganz individuell als Gottesdienst, Gebetsreihe oder liturgische Nacht zu gestalten.