Gespräche zwischen Erde und Himmel
Momente aus dem Leben einer Krankenhaus-Seelsorgerin
Der spannende und authentische Bericht von Maria Radziwon gewährt Ihnen einen Einblick in den Alltag der Krankenhausseelsorge und zeigt auf bewegende Weise, wie heilend Zuspruch oder einfach ein offenes Ohr sein können.
Zum Buch »Gespräche zwischen Erde und Himmel«
»Haben Sie einen Moment Zeit?« – so beginnen viele Gespräche im Krankenhaus. Und manchmal braucht es nur einen kurzen Moment des Zuhörens, Daseins und Mitfühlens. Manchmal braucht es aber auch viel Zeit: Wochen, Monate und Jahre mit Höhen und Tiefen. Maria Radziwon durfte in den zehn Jahren, die sie als Seelsorgerin Kranke und Sterbende begleitet, viel erleben. In diesem Buch erzählt sie aus ihrem Alltag und von den Augenblicken, die sie tief berührt und im Herzen bewegt haben. Gespräche, die nachklingen. Fragen, die nicht loslassen. Erinnerungen, die bleiben. Ein Buch voller Menschlichkeit, das sich mit Zuversicht und auch Staunen den letzten Dingen nähert und den Blick dafür öffnet, wie kostbar und einzigartig jedes Leben ist.
Interview mit Maria Radziwon
Maria Radziwon wurde 1982 geboren. Sie studierte Theologie und arbeitete als Grund- und Sonderschulpädagogin. Seit 2014 ist sie als Krankenhaus-Seelsorgerin tätig. Sie ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Über den Neuanfang auf dem Hof ihrer Großeltern in Kärnten schrieb sie das Buch: »Unser Leben auf dem Bergbauernhof«. Jahrelang war sie Redakteurin des erfolgreichen Frauenkalenders »Alles hat seine Zeit«. Über ihr Buch und die Arbeit in der Krankenhausseelsorge hat sie mit uns in einem exklusiven Interview gesprochen.
Vivat!: Ein Tagebuch einer Seelsorgerin aus dem Krankenhaus: So richtig spaßig klingt das nicht. Warum haben Sie es trotzdem geschrieben?
Maria Radziwon: Ich erzähle von Menschen und ihren Erfahrungen mit Krankheit, dem Wunsch nach Heilung, den Fragen zu Sterben und Tod – aber auch von unfassbarer Freude und heiteren Momenten, die man so gar nicht vermutet. Es ist weniger ein Tagebuch im herkömmlichen Sinne als vielmehr ein Festhalten von kostbaren Augenblicken. Nach zehn Jahren als Klinikseelsorgerin hatte ich das Gefühl, dass jetzt ein guter Moment dazu ist. Hoffentlich öffnet das Lesen den Blick dafür, wie kostbar und einzigartig jedes Leben ist.
Vivat!: Als Seelsorgerin können Sie die körperlichen Gebrechen der Patienten nicht heilen. Viele sind einsam. Ist das nicht deprimierend?
Maria Radziwon: Nein. Denn dass da jemand ist, mit dem man auch darüber sprechen kann, wofür man nur schwer Worte findet; der da ist, wenn es niemand mehr ist, tut den Menschen gut und schenkt Heilung. Vielleicht nicht im körperlich-medizinischen Sinne, aber es stärkt die Seele, das tiefste Innere des Menschen. Als Seelsorgerin dieses Vertrauen geschenkt zu bekommen, ist nicht immer leicht, erfüllt mich aber mit großer Dankbarkeit und Demut.