Oasen im Osten
Entdeckungen in den neuen Ländern
Es gibt sie noch: Die unbekannten Orte im Osten, die es zu entdecken gilt. Der Herausgeber Frank Richter nimmt Sie mit auf eine Reise durch die kleinen Oasen von der Ostsee bis zum Erzgebirge. Dabei stellen verschiedene Autoren einzelne Orte, Menschen und deren besondere Projekte und Einrichtungen vor.
Über das Buch »Oasen im Osten«
Eine Entdeckungsreise abseits der bekannten Pfade. Dieses Buch versammelt eindrucksvolle Porträts stiller Orte im Osten Deutschlands – von der Ostsee bis ins Erzgebirge. In 23 einfühlsamen Texten treffen persönliche Perspektiven auf liebevoll recherchierte Geschichten über Menschen, Projekte und Plätze, die sonst leicht übersehen werden. Ein Buch voller überraschender Einblicke und stillem Charme.
Pressestimmen zu »Oasen im Osten«
»Frank Richter stellt uns in seinem Buch ermutigende Oasen im Osten vor. So bestrickend, dass man umgehend hinfahren und die Leute dort kennenlernen möchte. Die große Stärke dieses Buches ist seine Vielstimmigkeit. Geübte Beschreiber stehen neben den einfacher formulierenden, in deren Sätzen aber Enthusiasmus glüht.«
Tomas Gärtner, Dresdner Neue Nachrichten
»Was man in all den Geschichten spürt, ist die Verantwortung, die die Menschen für ihren Ort übernommen haben. Weil sie ihn wertschätzen und als Ort der Begegnung bewahren wollen.«
Ralf Julke, Leipziger Zeitung
»Endlich einmal gibt es ein positives Buch über die – nun ja – gar nicht mehr so neuen Bundesländer. Nach der Lektüre des Buchs „Oasen im Osten“ möchte man sofort hinreisen.«
Norbert Martern, Preußische Allgemeine Zeitung
Interview mit Frank Richter
Der Politiker, Theologe und Bürgerrechtler engagierte sich während der Friedlichen Revolution für den Dialog zwischen Protestlern und Regierungsmitgliedern. Nach der Wende war er unter anderem als Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden tätig. Als Herausgeber von »Oasen im Osten« gab er der Vivat!-Redaktion ein kurzes Interview.
Vivat!: Warum braucht es 35 Jahre nach der Wiedervereinigung ein Buch speziell für den Osten?
Frank Richter: Ich stamme aus dem Osten Deutschlands. Ich lebe im Osten Deutschlands. Ich liebe meine Heimat. Ich bin geprägt von ihrer sehr speziellen Geschichte, von der Wahrnehmung der Natur und des Klimas, von der Begegnung mit den hier lebenden Menschen. Mich stört, wenn der Osten Deutschlands in einer sehr unbestimmten und unqualifizierten Weise als der defizitäre Teil des Landes beschrieben wird. Das ist er nicht. Er mag anders sein als der Westen, der Süden oder der Norden Deutschlands. Na und? Ich verabscheue das ständige Vergleichen. Ich schätze die Besonderheiten jeder Region.
Zur Fortsetzung »Oasen im Osten 2«
Nach dem großen Erfolg seines ersten »Oasen«-Bandes legt der bekannte Bürgerrechtler Frank Richter nach. Denn es gibt noch viel mehr Orte und Projekte im Osten Deutschlands, die es zu entdecken lohnt! Als Herausgeber führt er Sie zu 22 besonderen Orten zwischen Gingst auf der Insel Rügen und Carlsfeld im Erzgebirge.
Vivat!: Warum haben Sie bereits ein Jahr nach dem ersten Band von „Oasen im Osten“ einen zweiten Band herausgegeben?
Frank Richter: Oasen im Osten gibt es mehr, als ich dachte. Viele meiner Freunde und Bekannten haben mich nach Erscheinen des ersten Bandes auf ihre Lieblingsorte aufmerksam gemacht. Ich war überrascht und komme mir ein wenig vor wie ein Kind, das einen Stein ins Wasser geworfen hat und nun über die Wellen staunt. Das Gute wahrzunehmen und zur Ermutigung beizutragen, kann nicht falsch sein. Das mir vorliegende Material würde auch noch für einen dritten Band ausreichen.
Prominente Stimmen zum Buch »Oasen im Osten 2«
»Die Sieger der Friedlichen Revolution waren nicht immer die Gewinner. In diesem Buch lernen Sie Menschen kennen, die aus den neuen Möglichkeiten ihres Lebens etwas gemacht haben. Bei jenen "Oasen im Osten" ist keine dabei, die sich beim Näherkommen als Fata Morgana buchstäblich in heiße Luft auflöst. Hier bleiben alle Konturen erhalten. Eine Oase war schon für so manchen Menschen die Rettung, weil er endlich seinen quälenden Durst stillen konnte. Wenn es Sie in unserer wirren Welt voller schlechter Nachrichten nach positiven Geschichten dürstet, dann haben Sie das richtige Buch gefunden.«
Bernd-Lutz Lange
»Erneut hat Frank Richter Oasen in Ostdeutschland entdeckt, originelle Orte mit liebevollem Blick beschrieben und den Leserinnen und Lesern vorgeführt, wie Juwelen im Licht. Man möchte sofort hinfahren und sie selbst anschauen und erleben.«
Gesine Schwan
»Oasen versprechen Kamelen und Menschen nach langen beschwerlichen Reisen durch die Wüste Wasser und Schatten. Frank Richters Oasen-Katalog vermag wohl ähnliches für Skeptiker und Neugierige. Orte, an denen dem Destruktiven Macht entzogen wird und wir auf neue, betörende Weise an Geschichte und Augenblicke unserer Regionen erinnern, tauchen auf, um der Schönheit Willen, die uns zu bewahren vermag vor den wachsenden Wüsten.«
Hans-Eckardt Wenzel
»Frank Richter hat Recht, Ostdeutschland hat beeindruckende kleine und große Städte zu bieten, eine unfassbar schöne Seenlandschaft, herzliche Menschen, deftige Mahlzeiten und eine große beeindruckende Geschichte. Natürlich liegen mir die Kirchen besonders am Herzen. Und ich bewundere, wie um ihren Erhalt gekämpft wird – übrigens nicht nur von Christinnen und Christen.«
Margot Käßmann
»Was ist deutsch? – Die alte Frage geistert immer wieder in einem Volk, das spät zu einem eigenen Staat fand, ihn durch Schuld verbrecherischer Regenten wieder verlor und erst nach vielen Jahrzehnten kriegsbedingter Teilung wiederfand. In diesem Buch ist sie so anschaulich wie umfassend beantwortet. Es gibt uns Bilder einer Heimat, die räumlich wie zeitlich weit gefasst ist; sie reichen von der achthundertjährigen Eiche in Ivenack, Deutschlands ältestem Lebewesen, bis zu Ernst Barlachs schwebendem Engel in Güstrow und von Herrnhut, der Siedlung böhmischer Glaubensflüchtlinge, bis zu dem Dominikanerpater Aurelius Arkenau, der in einem Leipziger Kloster Juden und Kommunisten, Deserteure und Zwangsarbeiter vor einer tödlichen Staatsmaschinerie rettete. Es ist ein Buch der Kunst- und der Naturschönheiten, das uns Orte der Heimat als Stätten mannigfaltiger Selbstvergewisserung erschließt: Tiefenlotungen als Anhaltspunkte in Zeiten der Rat- und der Rastlosigkeit.«
Friedrich Dieckmann